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Jessica Pikal, SMART EXPORT: JESSIE 2020, 2020. Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Jessica Pikal.
Jessica Pikal, SMART EXPORT: JESSIE 2020, 2020. Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Jessica Pikal.

Profil

Die Medientheorie ist eine theoretisch ausgerichtete Abteilung innerhalb des Instituts für Bildende und Mediale Kunst, deren Lehrangebot sich an alle Studierenden richtet. Sie versteht sich zudem als ein Ort der Reflexion und Wissensproduktion für Künstler*innen und Wissenschafter*innen. Das inhaltliche Feld wird von den zwei Lehrstühlen Film- und Medientheorie sowie Medientheorie und -geschichte abgedeckt: das beinhaltet einerseits die theoretische Auseinandersetzung mit älteren, teils analogen Medien wie Fotografie, Film und Video sowie mit vielfältigen Varianten des Bewegtbildes (‚moving image-based art’); andererseits die Erforschung digitaler, oftmals datenbasierter Systeme in ihrer historischen Genese und mit Blick auf gesellschaftliche Transformationsprozesse. Die kritische Reflexion des ‚Digitalen‘ bedarf demnach einer Tiefenschärfe, die sich nicht in einer Kritik der Digitalisierung erschöpft, sondern in der Freilegung der historischen Überschneidungen mit dem Analogen – die Schreibmaschine kann als digitales Medium gedacht werden – liegt.

Während sich die Professur für Film- und Medientheorie der apparativen Logik von Medien widmet und sich darüber hinaus mit aktuellen Feldern wie den ‚Sound Studies‘ und experimentellen Animationstechniken beschäftigt, geht es beim Schwerpunkt Medientheorie und -geschichte um die Grundlagen digitalen Denkens aus einer historischen und philosophischen Perspektive. So werden gegenwärtige Fragen von künstlicher Intelligenz, Maschinenästhetik oder anderen hybriden Anwendungen kritisch reflektiert. Das Lehrangebot umfasst neben fachspezifischen Vorlesungen auch Übungen und methodenorientierte Seminare. Die Abteilung stellt nicht zuletzt eine Anlaufstelle für Studierende dar, die eine akademische Karriere anstreben; PhD-Projekte und Forschungsanträge werden hier unterstützt und betreut.

Neben der internationalen Vernetzung und der Organisation von Vorträgen, Ausstellungen und Symposien, die von diesem Fachbereich ausgehen, ist es vor allem auch der neue Standort in der Alten Postsparkasse, der die Möglichkeit für Kooperationen mit anderen Einrichtungen der Angewandten unter einem Dach fördert: dem hier ansässigen Coding Lab, dem Performance Lab oder dem Angewandte Interdisciplinary Lab (AIL).